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Das Argument Millionengrab für Steuerzahler

Nachdem der Beschluss zur Errichtung eines „Single-Standorts“ gefasst war, verlagerte 1995 die Lufthansa ihre Flüge nach Tegel und forcierte damit die Schließungsabsichten Tempelhofs.

Die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS) betreibt seit 2003 zu 100% die Berliner Flughafengesellschaft mbH (BFG). Die jeweiligen geschäftsführenden Mitglieder sind jeweils personell identisch, d.h. Herr Dr. Rainer Schwarz ist Chef der BFG sowie der FBS (Quelle: http://www.berlin-airport.de/DE/UeberUns/index.html ). Ziel der FBS/BFG war und ist die umgehende Schließung Tempelhofs. Den dort ansässigen Unternehmen und jedem Interessenten wurde von der BFG mitgeteilt, dass Tempelhof geschlossen wird und somit ein Bleiben bzw. eine Investition sinnlos wäre. Dadurch hat sich der Leerstand der denkmalgeschützten Gebäude weiter vergrößert, aber sie müssen weiterhin gesichert und unterhalten werden. Hier regelt nicht der Markt sondern die Politik das Passagieraufkommen.

Der Flughafen könnte bei einer sinnvollen Nutzung durchaus wirtschaftlich arbeiten.

Dazu hat die ICAT e.V. ein Nutzungskonzept vorgelegt, aber auch Investoren haben interessante Angebote unterbreitet: Lauder/Langhammer , Siemens, DB, A&O Hotels. Alle Angebote wurden vom Senat abgelehnt- auch das Angebot der Bundesregierung, die jährlichen Unterhaltskosten für Tempelhof in Höhe von 10 Mio. EUR bis zur Inbetriebnahme von BBI zu übernehmen!

Wird der Flughafen tatsächlich zum 31.10.2008 geschlossen, entstehen ausschließlich dem Berliner Steuerzahler enorme Kosten:

Unterhalt des Flughafengebäudes, das in Teilen vermietet ist (z.B. Polizeipräsidium Berlin, Verkehrsregelungszentrale Berlin, Meteorologische Mess-Station und Wetterradar sowie Mittel- und Kleinmieter, deren Verträge von der Schließung nicht angetastet werden )

Sicherung und Unterhalt des Flughafengeländes

Ankauf der Bundesanteile gemäß Hauptstadtvertrag

Die Kosten sind nicht anzugeben, liegen aber in mehrfacher Millionenhöhe.
Allein der Unterhalt der Gebäude wird auf 18-20 Mio. EUR pro Jahr geschätzt.
(http://www.flughafen-berlin-tempelhof.de/00_zahlenfakten.html )

Die Kosten für den Umbau der Gebäude in eine Büronutzung werden vom Bund auf ca. 450 Mio. EUR geschätzt.
(http://www.welt.de/welt_print/article1729194/US-Investoren_erneuern_Tempelhof-Angebot.html )

Sollte das Fluggelände für eine Wohnbebauung und als ein Erholungsgebiet genutzt werden, werden Bodensanierung und Altlastenbeseitigung erforderlich.
Die Kosten hierfür haben Fachleute für die ICAT e.V. auf 100 bis 600 Mio. EUR geschätzt.

Hinzu kommt die Frage, warum Berlin ein neues Stadtviertel mit Wohnen und Gewerbe benötigt, wenn der Wohnungsleerstand nach Feststellung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bei 8,3 % liegt (156.000 leere Wohnungen zum Stichtag 01.01.2006 über Stromzählermethode, neuere Daten liegen nicht vor) . Freistehende Büro- und Gewerbeflächen werden auf 1,7 Mio. m2; geschätzt

Das Millionengrab für den Steuerzahler entsteht bei der Schließung von Tempelhof.




copyright: www.be-4-tempehof.de

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