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Das Argument Tempelhof ist überflüssig

Die der Planrechtfertigung für den Bau vom Single-Standort Schönefeld zugrunde gelegten Daten basieren auf den Zahlen von 1996 einschl. einer daraus ermittelten Prognose, die für das Jahr 2007

17 Mio., für das Jahr 2023 30 Mio. Fluggäste ausweist. Tatsächlich wurde diese Zahl im Jahre 2006 bereits überschritten: 18. 506.506 Fluggäste auf allen drei Flughäfen – also Schönefeld, Tegel, Tempelhof. (Die Zahlen können in der Verkehrsstatistik Berliner Flughäfen nachgelesen werden.)
Bereits zum heutigen Zeitpunkt ist klar, dass BBI nach Inbetriebnahme den Flugverkehr allein nicht bewältigen kann. Die Ausbaumöglichkeiten sind durch die Gerichtsbeschlüsse stark eingeschränkt:

Zwei Start-/Landebahnen sind genehmigt worden, mehr dürfen nicht gebaut werden. Großflughäfen verfügen über vier und mehr Landebahnen. Die Anzahl der Flugbewegungen ist auf 360.000 „planfestgestellt“, d.h. mehr Flugbewegungen sind nicht zulässig. Im Jahr 2006 haben alle drei Flughäfen zusammen bereits 250.502 Flugbewegungen gezählt.

Es besteht ein Nachtflugverbot, über das das Bundesverfassungsgericht demnächst noch entscheidet (Vgl.: http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2477567 )
Die angekündigten Erweiterungen von BBI können sich zwar auf Terminals beziehen, nicht aber auf die für den Flugbetrieb erforderlichen Anlagen.
Damit ist klar, das BBI Entlastungs- und Ergänzungsflughäfen braucht.

Das hat das Land Brandenburg auch klar erkannt, und ließ zum einen den Verkehrslandeplatz Schönhagen zum Ergänzungsflughafen ausbauen. Die Webseite von Schönhagen ist seit Mitte Januar nicht mehr zu besuchen. (www.edaz.de) . Sie wird seit dieser Zeit „aktualisiert“.
Peter Danckert, SPD- Bundestagsabgeordneter in Brandenburg äußert sich aber eindeutig im Interview mit der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 19.12.2007 zu diesem Thema:
„Mit der Schließung von Tempelhof ist Schönhagen eine attraktive Alternative. Der Flugplatz liegt jetzt schon sehr verkehrsgünstig und wird mit dem von mir beeinflussten Ausbau der B246 zum Anschluss an den Flugplatz Schönhagen noch besser.“
Über den Ausbau von Schönhagen berichtet ausführlich die „Märkische Allgemeine Zeitung“ am 14.02.2008 unter: http://www.maerkischeallgemeine.de/

Weiterhin werden die Verkehrslandeplätze Brandenburg-Briest, Cottbus-Drewitz, Eberswalde-Finow, Neuhardenberg und Strausberg ausgebaut.
Warum stellen diese Flugplätze oder Flughäfen keine Konkurrenz zum Single-Airport Schönefeld dar, warum aber der Flughafen Tempelhof?
Tempelhof hat zwar eine ausgezeichnete Infrastruktur, aber kann mit der Länge seiner beiden Landebahnen ( 1,8 und 2,1 km Länge) und den geplanten Landebahnen von BBI (3,6 und 4 km Länge) gar nicht in Konkurrenz treten.

Falls die beiden innerstädtischen Flughäfens Berlin geschlossen werden, wird die Hauptstadt Berlin das einzige Bundesland ohne eigenen Flughafen sein.
Was geschieht, wenn BBI wegen Überlastung die General Aviation , also den zivilen Luftverkehr ohne Linien- und Charterflüge, abgeben muss?
Dann können die Berliner und Berlin-Besucher nach Strausberg, Finow und Schönhagen reisen, um dort ins Flugzeug zu steigen. Und nicht zu vergessen: Die Arbeitsplätze gehen an diese Brandenburger Flugplätze, ebenso alle Steuereinnahmen..

Der Flughafen Tempelhof ist in keiner Weise überflüssig.




copyright: www.be-4-tempehof.de

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