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Das Argument Umweltbelastung (Klima)

Der digitale Umweltatlas weist das Flugfeld Tempelhof als eine Fläche mit sehr hohem Luftaustausch aus. Kurz gefasst bedeutet das: Erwärmte Luft wird in den Nächten durch die Flurwinde gegen kalte Luft ausgetauscht. Damit sorgt diese Fläche für eine gute Luftzirkulation in der Innenstadt. Die Untersuchungen für den Digitalen Umweltatlas der Senatsverwaltung ergeben, dass sich im Bereich Tempelhofer Damm „hochgerechnet auf eine Nacht von 8 Stunden, ein von den Kaltluftproduktionsflächen des Flughafens induzierter Luftaustausch in der bodennahen Luftschicht (bis 5 m ü. Grund) von insgesamt 43,36 Mio. m3;“ ergibt.
(Quelle: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/d410_04_zusatz.htm#A3 )

Ein wichtiger Umstand ist allerdings der kurz gehaltene Rasen. Schon eine Bepflanzung mit Bäumen würde diese klimatisch bedeutsamen Flurwinde aufhalten und damit die positiven klimatischen Auswirkungen für die Anwohner beeinträchtigen. Auch Martin Schlegel, Diplomgeograph und Fachreferent für Verkehrsfragen im Berliner Landesverband BUND weist darauf hin, dass das Flugfeld „nur zum kleineren Teil bebaut werden darf.“ Und weiter: „In der Mitte wird es voraussichtlich eine große Wiese geben, die den jetzt schon dort lebenden Insektenarten und Feldlärchen genügend Freiraum sichert.“ (Quelle: http://www.neues-deutschland.de/artikel/124385.html)

Die SPD plant den Bau eines neuen Stadtteils „mit allem, was dazu gehört“
(Quelle: http://www.berlinwahl.spd.de/servlet/PB/show/1737775/ARG_Temp_internet.pdf ). Auch ein Wiesenmeer mit einem 50m hohen Hügel – so die Planung des Senats – stellt schon eine Beeinträchtigung der Flurwindentwicklung dar, zumal diese ihre Wirkung im Zusammenwirken mit den Kleingartenkolonien des Südgeländes Schöneberg und der Stadtautobahn 100 entwickeln. (Quelle: siehe URL oben). Nun sollen aber Randbebauung und Schallschutzzäune entlang der Stadtautobahn errichtet werden (siehe Ausstellung „Tempelhofer Freiheit“ in der Haupthalle des Flughafens). Sollte das Flugfeld nach den Vorstellungen des Senats genutzt – und Herr Wowereit hat diese Bebauungsabsicht noch einmal in der Abendschau vom 28.02.2008 bestätigt –, werden die kaltluftproduzierenden Flächen des Flugfeldes zerstört, der für das Klima so wichtige Luftaustausch kann nicht mehr oder zumindest nicht im derzeit bestehendem Umfang stattfinden. Tempelhof und Umgebung bekommen dann noch mehr Gebäude und Verkehr und damit noch mehr belastete Luft.

Allerdings ist nach den Pressemeldungen vom 02.03.2008 noch völlig unklar, welche Planung tatsächlich realisiert werden könnte, denn die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat den Flughafen Tempelhof auf der Immobilienmesse in Cannes zum Kauf angeboten – unbeeindruckt vom Volksbegehren und dem bevorstehenden Volksentscheid. Berlin ist noch nicht einmal alleiniger Eigentümer der Anlage – der Bund ist immer noch Mitinhaber! (Berliner Abendschau vom 02.03.2008 und http://www.morgenpost.de/content/2008/03/02/berlin/949941.html )
Zusätzlich hat die Senatsbaudirektorin, Frau Regula Löscher, den Vorschlag gemacht, das Gelände für eine Bauausstellung zu nutzen. Tatsächlich erscheint die Nachnutzung durch den Berliner Senat immer noch nicht eindeutig.




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