Bread&Butter auf dem Flughafen nicht willkommen!

Bread und Butter ist auf dem Flughafen Tempelhof nicht willkommen!
Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de kündigt Proteste an.

(Berlin, den 30. Juni) Die Modemesse Bread und Butter ist aus Sicht des Aktionsbündnisses be-4-tempelhof.de an ihrem neuen Standort Flughafen Tempelhof nicht willkommen. Das Aktionsbündnis hat deshalb für alle vier Messetage zu Protesten vor dem Gelände aufgerufen und wird dort Informationsblätter verteilen.

Michael Paul Mitinitiator des Aktionsbündnisses be-4-tempelhof.de: "Jeder Besucher und jeder Aussteller soll wissen, mit welch fragwürdigen Methoden hier Klaus Wowereit Einzelinteressen durchsetzt. In Tempelhof soll der Glanz des historischen Ortes kommerzialisiert werden. Das beginnt mit dem Gebäude und setzt sich mit den Plänen zur Nobelbebauung fort."

Für Bread und Butter wurden unter Umgehung der bezirklichen Behörden, Genehmigungen direkt vom Senat erteilt. In großem Stil wurden Umbauarbeiten genehmigt, die erhebliche Schäden an der denkmalgeschützten Substanz hervorgerufen haben. Einige der Schäden hat das Aktionsbündnis auf seiner Webseite dokumentiert.

Völlig unangemessen und nur bei hohen Staatsbesuch üblich, wird für diese private Veranstaltung öffentliches Straßenland weiträumig abgesperrt.

Paul weiter: „Der ganze Platz der Luftbrücke ist für Öffentlichkeit dicht und wird von dieser abgeschottet“. „Wer unter der Protektion unseres Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit steht kann sich offenbar alles erlauben“.

Neben der äußert fragwürdigen Vermietung an Bread & Butter, gibt es auch bei der Vergabe an die 'Pyromusikale' Fragen zur Genehmigung- und Vergabepraxis. Während jeder andere private Veranstalter sich an strikte Auflagen halten muss, gibt es hier erstaunlich großzügig Ausnahmen, die auf Kosten der Sicherheit und der Anwohner gehen. So soll unter anderen die Bundesautobahn für die Zeit der Veranstaltung gesperrt. Ein absolutes Novum. Es ist für Zukunft zu erwarten, dass auch andere Veranstalter diese „Großzügigkeit“ auch für sich einfordern.

Auch gegen einige Elemente des geplanten Großfeuerwerkes gibt es erhebliche Bedenken des Aktionsbündnisses. Volker Perplies ebenfalls vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: "Wir freuen uns über jeden Besucher der Tempelhof besuchen kann.", "wenn aber Schäden billigend in Kauf genommen werden, dann ist die Grenze erreicht". Es werden für das Feuerwerk größte Kaliber eingesetzt, die nicht nur viel Feinstaub freisetzen, sondern eindeutig die Sicherheit der Besucher, der Anwohner und der Fauna gefährden. "Für das Feuerwerk werden wir uns die Verhältnisse genau ansehen und bei Bedarf kurzfristig gegen die Genehmigung vorgehen“, so Volker Perplies weiter.

Wir dürfen gespannt sein, wie die gesetzlichen Bestimmungen für das Feuerwerk eingehalten werden, in dem auch der „Be Berlin“ Slogan in den Himmel geschossen wird.

Die Protestkundgebungen finden statt:
Dienstag, den 30.06.2009 von 17.30 Uhr bis 20.00 Uhr vor der Columbiadamm-Halle (Hauptveranstaltung)
Mittwoch, den 01.07.2009, 09.30 Uhr bis 13.00 Uhr,
Donnerstag, den 02.07.2009, 09.30 Uhr bis 13.00 Uhr ,
Freitag, den 03.07.2009, 09.30 Uhr bis 13.00 Uhr jeweils am Platz der Luftbrücke

Gehen Sie am 18. September wählen, wählen Sie was Sie wollen, aber wählen Sie Wowereit ab.