Flughafen Tempelhof - Schwarzes Loch für Berlin

Flughafen Tempelhof – das "Schwarze Loch“ für den Berliner Haushalt
Rot/Rote Misswirtschaft und politisches Versagen.

Der Zentralflughafen Tempelhof hat seit seiner Schließung am 30.Oktober 2008 einen vorläufigen Verlust von über 50 Millionen Euro erreicht, den der Berliner Steuerzahler nun zahlen muss. Diese Summe, die weit über den im Volksentscheid von 2008 genannten 5,8 Mio liegt, geht aus den Unterlagen vor, die dem Abgeordnetenhaus vorliegen.

Sie setzt sich zusammen aus einmaligen Schließungskosten und laufenden Bewirtschaftungskosten, die für den Berliner Steuerzahler nun jährlich - und alleine zu tragen - anfallen.

Die einmaligen Schließungskosten sind unter anderem Ausgaben für einen Sozialplan, Rückbaumaßnahmen, Verfahrenskosten und Ersatzkapazitäten in Schönefeld, sowie für Aus-/Umbau in Tegel, sowie Zahlungen an Fluggesellschaften für deren Umzug nach Tegel bzw. Schönefeld. Zählt man den Kaufpreis von 35 Millionen hinzu, den Berlin an den Bund zahlt, steigen die Kosten seit der Schließung auf über 85 Millionen Euro.

Die Taliban zerstörten die Buddha Statues. Wowereit und der rote/rote Senat zerstören Tempelhof.

Noch bis zu seiner Schließung hatte der Flugbetrieb für den Flughafen Gewinne eingefahren, trotz aller Bemühungen des Berliner Senates den Flugverkehr schon vor der Schließung gegen Null zu bringen. Die vom Berliner Senat hervorgehoben Verluste entstanden durch das Gebäude welches der Senat durch bewusste Misswirtschaft generierte um den Flughafen Tempelhof als Verlustbringer zu präsentieren. So wurden Mietpreise aufgerufen, die weit über denen an Kurfürstendamm oder Friedrichstrasse lagen. Eine Vermarktung der gewerblichen Flächen fand nicht statt, sie wurde schlichtweg unterlassen.

So wurde in der Öffentlichkeit - vor dem Volksentscheid - behauptet, dass die jährlichen Verluste, die mit 5,8 Millionen Euro benannt wurden, mit der Schließung des Flughafens entfallen würden. Jetzt steht fest, die Verluste bleiben natürlich bestehen - und eine Verbesserung der Situation ist nicht in Sicht. Entlastet ist einzig die Berliner Flughafengesellschaft, die zuvor die hausgemachten "Verluste" selber tragen musste. Der geschlossene Flughafen Tempelhof kommt Berlin dagegen unmittelbar und viel teurer zu stehen.

Insgesamt zahlt der Berliner Steuerzahler für den Leerstand des Flughafens in diesem Jahr also über 85 Millionen Euro. Dazu kommen massive Umbauarbeiten für die Modemesse "Bread&Butter", deren Höhe Klaus Wowereit nicht bekannt gibt, die von Fachleuten aber auf weitere 5 Mio Euro geschätzt werden.

Die Aufstellung der Kosten ist jedoch noch nicht vollständig. Das wären zum Beispiel 700.000 Euro die die Adlershof Projekt GmbH erhält. Diese soll ein weiteres Nachnutzungskonzept für Tempelhof entwickeln und erhält diesen Betrag aus der Landeskasse. Auch die BSR will ca. 1 Million Euro mehr. Die BSR wird Tempelhof künftig als normales Grundstück abrechnen - und nicht mehr als Sondergelände. 800.000 Euro kostete der Polizeieinsatz am 20. Juni 2009, weitere 200.000 Euro der Zaun innerhalb des Flughafengeländes, welcher das Flugfeld vom Gebäude trennt.

Michael Paul vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: „Doch auch dies ist nur die halbe Wahrheit. Bereits seit 2005 liegt ein Gutachten vor, das die Kosten für notwendige Umbaumaßnahmen in Tempelhof auf ca. 400 Mio. Euro beziffert. Ein weiterer großer Posten wird für die Bodensanierung fällig werden. Diese wird auf 300-400 Mio. Euro geschätzt“.
Auch der Neubau des Regierungsterminals in Schönefeld mit Kosten von voraussichtlich 250 Mio. Euro, wäre bei einer Nutzung Tempelhofs größtenteils vermeidbar gewesen und belastet nun den bundesdeutschen Steuerzahler.

Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de schätzt die Gesamtkosten auf fast 1 Mrd. Euro.

Mit weiteren Kosten ist ebenfalls zu rechnen. Volker Perplies, ebenfalls vom Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de: „Viele nach Tempelhof verlagerte Veranstaltungen und Messen hatten in Berlin ihre festen Standorte. Diese werden jetzt aufgeben und die bisherigen Veranstaltungsorte mit Umsatzrückgängen belastet. Zukünftige Verluste z.B. für die Berliner Messegesellschaft sind damit vorprogrammiert.“
„Tempelhof wird lediglich als Verschiebebahnhof genutzt, in dem groß anlegten Schiebungen im doppelten Sinne vollzogen werden. Das Business wird lediglich verlagert, aber es kommt für Berlin nichts wesentlich Neues hinzu - oder Berlin verliert sogar, wie durch den Verlust der ILA, für die zukünftig in Schönefeld kein Platz mehr sein wird“, so Perplies weiter.

Der Umgang mit Tempelhof spricht für nicht ausgewiesenen Sachverstand und steht stellvertretend für die gesamte Unfähigkeit des Senates in allen Bereichen. Diese Tatsache verspricht für alle Berliner noch ausreichend Sprengstoff für die Zukunft.

In einen Brief an das Aktionsbündnis schimpft eine Anwohnerin des Flughafens Tempelhof: „Die absurde Schließung des Berliner Zentralflughafens, entwickelt sich beständig zu einem „Schwarzen Loch“ für den Berliner Haushalt. Viele Berliner fühlen sich von diesem Senat und von Klaus Wowereit betrogen und belogen, ausgetrickst und massiv getäuscht“.

Am 30. Oktober jährt sich der Schließung des Traditionsflughafens. Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de führt deshalb am diesen Jahrestag am Flughafen Tempelhof eine Gedenkveranstaltung durch.

Tempelhof ist nur ein Beispiel für die gesamte beschämende Politik, mit der sich dieser Senat, an der Spitze Klaus Wowereit, auszeichnet. Das Bündnis ruft alle Berlinerinnen und Berliner auf sich an dieser Veranstaltung zu beteiligen und erinnert daran, dass die Bundestagswahlen am 27. September eine gute Gelegenheit ist den rot/roten Senat und Klaus Wowereit die rote Karte zu zeigen.

Gehen Sie am 18. September wählen, wählen Sie was Sie wollen, aber wählen Sie Wowereit ab.