Wowereit soll Tempelhof Verträge offen legen

Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de fordert den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit auf, die zum Flughafen Tempelhof geschlossenen Verträge offen zu legen.

Bürger zum Einspruch gegen den Flächennutzungsplan aufgefordert.

(Berlin, 22. Juni 2009) Das Aktionsbündnis be-4-tempelhof.de fordert den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit auf, die zum Flughafen Tempelhof geschlossenen Verträge offen zu legen.

Wenn sich einerseits beim Bürgerentscheid im Bezirk Tempelhof-Schöneberg fast 70 Prozent der Teilnehmer für einen Erhalt und gegen eine Bebauung aussprechen und andererseits selbst große Teile der Regierungsparteien eine Bebauung ablehnen, dann stellt sich die Frage, für wen Klaus Wowereit überhaupt spricht. Es drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass das Schließungsargument eines "Bonzenflughafens" in Wirklichkeit nur ein Vorwand für knallharte Immobiliespekulation, also eher ein "Bonzenwohngebiet" war.

Niemand außer dem Senat will eine Bebauung Tempelhofs. Die Hartnäckigkeit mit der Wowereit die Pläne trotzdem vorantreibt ist nur verständlich, wenn man einen massiven Einfluß Dritter annimmt. Entsprechende Gerüchte über bereits abgeschlossene Verträge gab es in der Vergangenheit immer wieder. Wir halten einen vollständigen Akteneinblick daher für dringend geboten. Er ist im Übrigen auch Bestandteil des anstehenden Volksbegehrens.

Das Aktionsbündnis erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass alle Berliner bis zum 17. Juli 2009 die Gelegenheit haben, gegen die Änderung des Flächennutzungsplans Einspruch zu erheben. Formulare dafür gibt es bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz oder beim Aktionsbündnis im Cafe Romi am Platz der Luftbrücke. Auch der Bezirk Tempelhof-Schöneberg wird sich gegen die Pläne wehren.
Da die Änderung des Flächennutzungsplanes auch Bestandteil des erfolgreichen Bürgerentscheids vom 7. Juni war, werden die Vertrauensleute im Namen des Bezirks gegen die Pläne Einspruch erheben. Dort heißt es wörtlich "Der Flächennutzunugsplan für das Tempelhofer Feld soll auf den Stand von 1984 zurückgeführt werden".

Für das Aktionsbündnis ist es inbesondere unverständlich, daß eine so klare Willensbekundung der Anwohner des Bezirks im Bürgerentscheid konsequent und systematisch ignoriert wird.

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